„Schwarzenberg – das Kulturjuwel im Erzgebirge“

Kunst, Kultur und Kulinarik

Schwarzenberg, Schloss und Kirche

SCHWARZENBERG.

Am 26. November 2016 lud die FU Erzgebirge zu ein paar Stunden voller Kunst, Kultur und Kulinarik nach Schwarzenberg ein. Zu Gast nicht nur zahlreiche „Erzgebirger/innen“ sondern auch der Landesvorstand der FU Sachsen und Vorstandsmitglieder des Bundesvorstandes der FU Deutschland aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Frauen Union in Schwarzenberg

Nach Grußworten der Kreisvorsitzenden Lilly Vicedom und der Landesvorsitzenden Sandra Gockel startete ein Nachmittag der besonderen Art. Das Schloss und die St.-Georgen-Kirche, die beiden Schwarzenberger Wahrzeichen, sie wurden intensiv betrachtet und weckten das Interesse der zahlreichen Teilnehmer/innen. Der sich anschließende Kulturspaziergang „Schwarzenberg überrascht“ nahm Bezug auf die Stadtgeschichte. Zudem wurde erinnert an Prof. Hans Brockhage. Sein Name ist mit seinen Werken weit über Schwarzenberg, das Erzgebirge, ja über das Land hinaus gekommen und bekannt geworden. Die zeitgenössischen Künstler Hartmut Rademann, Peter Paul Brockhage und Jörg Beier fanden ebenfalls ausreichend Erwähnung.

Frauen Union in Schwarzenberg

Ein weiterer Höhepunkt an diesem Nachmittag war der „Erzgebirgische Adventsleckerbissen“ in der Galerie Nier. Das Auer Erzgebirgsensemble präsentierte sich in seiner ganzen Vielfalt und stimmte auf den Advent und die Weihnachtszeit ein. Erzgebirgische Lieder und Bräuche – ja sie begeisterten unsere Gäste aus nah und fern.

Für das Kulturgespräch: „Welchen Stellenwert hat Kultur im Erzgebirge“ standen die Herren Steffen Kindt, Leiter des Erzgebirgsensembles und Alexander Krauß, Mitglied des sächsischen Landtages zur Verfügung. Moderiert wurde die Runde von Lilly Vicedom.

Frauen Union in Schwarzenberg

Die Finanzierung der kulturellen Infrastruktur erfolgt in Sachsen mittels des „Kulturraum-Gesetzes“. Sachsen ist das einzige Bundesland in dem Kultur „Verfassungsaufgabe“ ist! Über das Kulturraum-Gesetz vergibt der Freistaat jährlich 90 Millionen Euro und überlässt die Entscheidung, wie das Geld verwendet werden soll, vollständig den Kultur-Entscheidern in den jeweiligen Regionen. Steffen Kindt betonte, dass an dieser Entscheidung unbedingt festgehalten werden muss!

Frauen Union in Schwarzenberg

Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den ländlichen Raum? Lilly Vicedom: Wir werden weniger, älter und bunter! Das Fazit beider Gesprächsteilnehmer: Kultur kann den Wandel vor Ort positiv begleiten! Halt geben! Wir müssen vor Ort gestalten mit Ideen und Visionen für Gegenwart und Zukunft! Das Kulturpublikum von morgen? Es darf nicht vergessen werden! Kulturagenten in Schulen, Kulturbusse, das Unterrichtsfach „Industriekultur Bergbau“ alles Ideen und Vorschläge die es gilt, zu vertiefen.

Auch im Publikum entstand ein reger Ideen- und Gedankenaustausch und der gemeinsame Tenor: Kultur ist für den ländlichen Raum unverzichtbar! Das Anschieben der Schwarzenberger Weihnachtspyramide – das Ausklingen eines ereignisreichen gemeinsamen Nachmittags!

Text und Bild: Lilly Vicedom/29.11.2016