„Heimat und Tradition im einzigARTigen Erzgebirge“

Die Frauen Union Erzgebirge zum Kulturspaziergang in Zwönitz

Kulturspaziergang der FU Erzgebirge in Zwönitz (Foto: Lilly Vicedom)

Kulturspaziergang der FU Erzgebirge in Zwönitz (Foto: Lilly Vicedom)

SCHWARZENBERG.

Lilly Vicedom, Vorsitzende FU Erzgebirge, eröffnete die Veranstaltung und betonte, die Welt scheint kleiner und schneller geworden zu sein – man denke an die Möglichkeiten des Reisens oder an das Wirtschaftssystem mit Abhängigkeiten und Märkten auf dem gesamten Erdball. Durch Internet und Soziale Netzwerke sind Kommunikation und Freundschaften weltweit möglich.

Verstärkt stellt sich in dieser globalisierten Welt die Frage, wo unsere Wurzeln und unsere Identität liegen. Der Begriff „Heimat“ bezeichnet jene Bilder und Mythen, mit denen jeder Mensch groß geworden ist und die tief im Herzen verankert sind. Dies drückt sich aus in einer gemeinsamen Sprache, den gebräuchlichen Riten und den Verhaltensmustern. Das Heimatempfinden wird von sozialen Gegebenheiten bestimmt und vermittelt Gefühle von Geborgenheit und Annahme. Somit ist ein positiver Heimatbegriff Voraussetzung für Stabilität, Ordnung und Orientierung im Erleben und Handeln.

Kulturspaziergang der FU Erzgebirge in Zwönitz (Foto: Lilly Vicedom)

Kulturspaziergang der FU Erzgebirge in Zwönitz (Foto: Lilly Vicedom)

Das Erzgebirge ist für die Bewohner meist die lebenslange Heimat, denn der Gebirgler ist traditionsbewusst, hält an seiner Heimat, der Mundart, der hiesigen Volkskunst und den Sitten und Bräuchen fest. Ein Vortrag von Herrn Uwe Schneider, „Altbürgermeister“ der Stadt Zwönitz zum Begriff „Heimat und ihre Bedeutung“, machte dies mehr als deutlich. Mit Auszügen aus seinen literarischen Werken erlebten wir einen spannenden und interessanten Vormittag in der Fronveste in Zwönitz.

Das Erzgebirge ist vor allem durch seine einzigartigen Weihnachtsbräuche bekannt. Die traditionsbewussten Erzgebirg(l)er pflegen das reiche Brauchtum. Viele Bräuche, wie die ganze erzgebirgische Kulturgeschichte, sind meist direkt oder indirekt mit dem Bergbau verbunden, der jahrhundertelang die Menschen und das Gebirge prägte. Mit Gedichten und erzgebirgischen Liedern verschafften uns die „Schwarzenbergerinnen“ Luise und Linda Egermann einen tiefen Einblick in diese Geschichte.

Mit einen erzgebirgischen Leckerbissen – Roulade mit Rotkohl und griene Klöß – empfing uns der Wirt der Gaststätte „Zur Börse“, das kulinarische Kleinod im Herzen von Zwönitz. Bei reichlich Essen und Trinken entstand ein reger Gesprächs- und Gedankenaustauch. Die abschließende Stadtführung mit Nachtwächter Matthias Franke beendete einen Zwönitzer Kulturspazierung der einzigARTig war.

Text: Lilly Vicedom/28.11.2014