FU zu Gast beim Kabeljournal und in der Spiegelwaldbaude

Aussicht vom Kahleberg in Altenberg (Foto: Tourismusverband Erzgebirge e.V./R. Gaens)

Aussicht vom Kahleberg in Altenberg (Foto: Tourismusverband Erzgebirge e.V./R. Gaens)

SCHWARZENBERG.

Das Team des Kabeljournals durfte über 20 interessierte Frauen zu einer kurzen „Medienreise“ begrüßen.

Der Lokalsender beschäftigt 25 Personen, die sich um Lokalfernsehen, Internetauftritte und Marketing kümmern. Es gibt ca. 200 Lokalsender in den neuen Bundesländern, davon allein 60 in Sachsen. Eine staatliche Förderung, wie beispielsweise in Bayern gibt es nicht. Aus diesem Grund ist es wichtig, viele Groß- und Kleinkunden für das Kabeljournal zu gewinnen. Eine neue Serie „Erbgerichte“ bzw. „Erzgebirgische Landgasthöfe“ ist in Vorbereitung.

Lilly Vicedom betonte, wie wichtig die „Kommunikation vor Ort“ für den Tourismus ist. Ein Lokalsender ist für die Kommunikation enorm wichtig. Die Sende- und Aufnahmeräume waren der Höhepunkt der Führung. Hier konnte man „Fernsehen live erleben“. Ein herzliches Dankeschön an das Team des Kabeljournals.

Unterstützt von Frau Uta Windisch und Herrn Bürgermeister Joachim Rudler verbrachte die FU den restlichen Abend mit dem Thema „Tourismus im ländlichen Raum“. Der Deutschlandtourismus boomt. Allerdings zieht es die Touristen in erster Linie in die großen Städte, wie Dresden, Leipzig und Chemnitz. Die ländlichen Regionen hinken beim Wachstum meist hinterher. Gerade in den strukturschwachen ländlichen Räumen hat aber der Tourismus eine besondere Bedeutung für Arbeitsplätze und Einkommen. „Hier sehe ich noch viel ungenutztes Potenzial!“ Wo liegen die Hemmnisse? Wie können sie überwunden werden? Und wie kann man von erfolgreichen Konzepten lernen? Auf all diese Fragen Antworten zu finden, wird an diesem Abend sicherlich nicht möglich, erklärte Lilly Vicedom.

Herr Bürgermeister Rudler lud die FU zu einer Besteigung des Spiegelwaldturmes ein. Die Sicht war an diesem Abend außerordentlich gut, so dass wir tolle landschaftliche Eindrücke gewinnen konnten. „Das Erzgebirge ist einfach schön!“ Die Spiegelwaldbaude wird am 12. Dezember 2014 ein Novum erleben. Eine tschechische Partnerschaft wird mit einer “Multimediainstallation“ auf dem Spiegelwald besiegelt. Es soll ein touristischer Anreiz, vor allem für die jüngeren Besucher sein. Inwieweit sich diese Investition lohnt und zu mehr „Tourismus in Beierfeld“ führt, wurde von der FU kritisch hinterfragt.

Frau Uta Windisch brachte viele wichtige Zahlen und Informationen zur Entwicklung des Tourismus im ländlichen Raum mit. „Wir sind auf einen guten Weg, aber noch längst nicht am Ziel“ , so Frau Windisch. Die Marke „Erzgebirge“ als Ganzes zu vermarkten, ist absolut richtig. Allerdings entbindet dies nicht, Tourismus „vor Ort“ von den Kommunen weiter voran zu bringen. Auch hier gilt, „ein Miteinander der Kommunen“ ist unentbehrlich.

„Ein interessanter Abend geht zu Ende“, betonte Lilly Vicedom. Die FU wird sich bei der nächsten Veranstaltung unter dem Motto „Heimat und Tradition“ erneut mit diesem Thema befassen. Sie rief bereits jetzt zu zahlreicher Beteiligung auf.

Text: Lilly Vicedom/10.09.2014